Neustart Strategiekunde

Strategische Kompetenz ist das Gebot unserer Zeit. Dafür gibt es mindestens drei Gründe.

Grund 1: Wandel & Verantwortung

Die Welt, in der wir leben, verändert sich immer schneller, getrieben vom technologischen Fortschritt und den Medien. Gleichzeitig dehnt sich der Verantwortungsbereich jeder Person immer weiter aus. Früher lebten wir in Dörfern – heute sind wir Mitglieder von Staatenverbünden wie der EU und von weltweiten Netzwerken. Und wir haben so viele Möglichkeiten!
Wir können verschiedenste Berufe ergreifen, weltweit investieren, unzählige Bildungsangebote nutzen, mehr oder weniger Rücksicht auf andere nehmen, reisen, dies oder jenes hier oder dort einkaufen und so viel mehr.
Die wachsende Anzahl der Möglichkeiten erfordert entsprechend häufiger unsere strategische Kompetenz. Wir müssen uns einfach öfter entscheiden als früher!

Grund 2: Komplexität & Identität

Wir leben in einer Massengesellschaft und sind von einer ständigen Informationsflut umgeben. Bei gleichzeitig begrenzten psychischen Kapazitäten ist es schwer, unter diesen Bedingungen die eigene Identität zu finden und zu schützen.
Wem sollen wir glauben, wem folgen, wem helfen? Gegen was uns wehren, was ernst nehmen und was nicht? Wir wollen mehr tun als möglich ist, um möglichst nichts Wichtiges zu verpassen. Wir wollen Sicherheit, Gesundheit, Frieden, Wohlstand, Anerkennung, Zeit für Freunde und Familie …
Die sinnvolle Abgrenzung und Identifikation von und mit dem Geschehen um uns herum erfordert ein neues persönliches Lern- und Entwicklungsziel: Die strategische Führung der inneren Pluralität.

Grund 3: Industrie 4.0

Wir blicken voraus in eine Welt, die für den Menschen von automatisierten Prozessen und Systemen geprägt ist. Hier spielen Fähigkeiten zur unmittelbaren Teilnahme am industriellen Wertschöpfungsprozess eine immer geringere Rolle für das Individuum.
Die Frage, wie wir etwas machen können, tritt in den Hintergrund, da die diesbezüglichen Kompetenzen digitalisiert sind. Die Entscheidung, etwas so oder anders zu machen, wird automatisch oder per Knopfdruck getroffen. Umso wichtiger wird es, in einer solchen Welt zu erkennen, was zu machen überhaupt sinnvoll ist. Wofür sollen wir unsere Roboter einsetzen? Diese Frage zu beantworten, ist eine strategische Herausforderung.

… Also wo bleibt die Strategiekunde?

Im Vergleich zu ihrer gesellschaftlichen Bedeutung ist die Strategiekunde ein völlig unterentwickeltes Fach. Nur für die beiden sehr speziellen Anwendungsbereiche Politik und Unternehmensführung wird Strategie überhaupt öffentlich erforscht und gelehrt! Grund dafür ist eine Verwirrung um den Begriff Strategie, von der selbst die akademische Elite betroffen ist. Es ist inzwischen sogar unklar, was Strategie nicht ist!

Zu lange wurde Strategie nicht als System verstanden. Zu lange haben sich kluge Leute nur mit einzelnen Komponenten des Systems befasst und nicht verstanden, wie Strategie von anderen Phänomenen präzise zu unterscheiden ist. Zu lange wurden nur einzelne Anwendungsbereiche von Strategie erforscht, so dass daraus keine Wissenschaft werden konnte.

Systematische Strategiekunde

Die Strategie-Schule steht für einen Neustart Strategiekunde. Die Lehre von der Strategie als System stellt den Code dar, der dem strategischen Denken und Handeln in allen Bereichen des Lebens gemeinsamen ist. So ermöglicht sie eine interdisziplinäre (Kognitionswissenschaft, Kommunikationspsychologie, Philosophie, Verhaltensforschung etc.) und vergleichende (Arbeitswelt, Individuum und Gesellschaft, Management, Politik, Wirtschaft etc.), im besten Sinne des Wortes ALLGEMEINE Strategiekunde.


Die Strategie-Schule ist gemeinnützig


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